Gute Freunde, strenge Rechnung!

So ein landläufiges Sprichwort zum Thema Geschäfte mit Freunden machen. Und ich gebe dem Ausspruch vollkommen Recht – wer der Beziehung keinen Schaden zufügen möchte, der schafft von Anfang an klare Verhältnisse oder lässt es besser bleiben. Treffen Sie eine klare Entscheidung für sich ob Sie Freunde auch als Geschäftspartner oder Kunden akzeptieren. Da mir das Thema immer wieder über den Weg läuft, habe ich heute meine 5 Tipps gegen ein Desaster zusammengestellt:

Katze faucht

Meine 5 Tipps gegen ein Desaster

1. Nicht nur glauben zu wissen was der andere meint

Sie kennen sich schon so lange, Ihnen ist komplett klar welchen Stil Ihre Freundin hat? Schon in der Sandkiste hat er Ihnen mit der Schaufel eine über gezogen, Sie sind sich sicher welches Produkt oder Leistung Ihr Freund bevorzugt? Wirklich? Ich beobachte, dass bei Geschäften mit Freunden weniger Details besprochen werden als mit fremden Kunden. Sie glauben zu wissen was Ihr Gegenüber wünscht, denkt, möchte und kaufen will. Leider entspricht das nicht immer der Wahrheit. Daher: bitte machen Sie klar welchen Umfang Ihre Leistung hat. Welches Produkt mit welchen Details wird gekauft. Wenn Sie üblicherweise eine Auftragsbestätigung ausstellen, dann bitte auch wenn Sie mit Ihrem Kunden / Ihrer Kundin befreundet sind! Beiden Seiten muss klar sein was, von wem, in welcher Zeit, um welchen Preis geleistet wird.

2. Kosten klar kommunizieren

Freundschaftspreise können mitunter ziemlich weh tun, nämlich dann, wenn unvorhergesehene Dinge kommen und mehr Aufwand entsteht als erwartet. Ganz ehrlich wie oft kommt das vor? Handelt es sich nicht um ein vollkommen standardisiertes Produkt, sehr häufig, fast immer würde ich mir trauen zu sagen. Auch die sogenannten „Durchläufer“ bitte gut überlegen. Auch wenn Sie für einen Freund / eine Freundin arbeiten, Sie haben den Zeit- und/oder Materialaufwand! Die Leistung hat Ihren Wert. Sie müssen sich mit dem Preis dafür wohl fühlen, sonst tut jede Abweichung weh und sorgt für unnötigen Ärger. Klar können Sie sich entscheiden eine Ausnahme zu machen und keinen Aufschlag zu verlangen, aber gerade in diesem Fall verdeutlichen Sie diesen Umstand gegenüber dem befreundeten Geschäftspartner.

3. Rückfragen stellen

Dieser Punkt passt gut zum ersten Punkt. Sobald etwas im Auftragsverlauf unklar erscheint, stellen Sie sofort eine Rückfrage. Glauben Sie nicht – nur weil Sie sich besser kennen – genau zu wissen was zu tun ist! Wie heißt es so schön: Gut gemeint ist nicht gut gemacht. Sie verlieren keinerlei Anerkennung oder Kompetenz, wenn Sie Fragen stellen. Viel zu oft beobachte ich den Glaubenssatz „Wer fragt ist dumm, weil er weiß es ja nicht“. Das Formulieren einer Frage ist sehr wertvoll und bringt alle einen Schritt weiter. Es eröffnet neue Horizonte und erschließt Punkte, an die bis dahin niemand gedacht hat. Missverständnisse klären sich auf. Sie sichern sich ab ob Informationen auch richtig angekommen sind.

4. Mit Zeit rücksichtsvoll umgehen

Viele Aufträge auf einmal stressen Sie? Welchen Auftrag werden Sie wohl eher zurückstellen, weil Sie auf mehr Verständnis hoffen? Ganz klar eher den Ihrer Freundin, Ihres Freunds, oder? Zeit ist ein wertvolles Gut, bitte nehmen Sie Fristen Ernst und gehen Sie rücksichtsvoll mit der Zeit Ihrer Freunde um. Halten Sie die Disziplin durch und behandeln Sie den befreundeten Auftrag wie jeden anderen Kundenauftrag.

5. Zum Hörer greifen, auch wenn es schwer fällt

Zack, es kann immer was passieren! Ist ein Fehler passiert, ein Missverständnis entstanden, haben Sie aneinander vorbei geredet? Am besten sofort zum Hörer oder Handy greifen und anrufen. Nichts gibt Konflikten mehr Stoff als eine weiterführende Kommunikation über Online Medien wie Emails, Whattsapp oder sonstige Messengerdienste. Ein wunderbarer Nährboden um Misstimmungen weiter zu schüren, Missverständnisse anzukurbeln und so richtig Ärger zu produzieren. Die Emotionen gehen hoch und schnell scheint die Gesprächsbasis dahin zu sein. Kann sein, muss nicht sein! Darum – auch wenn es unangenehm ist – schnell reagieren.

Fazit

Überlegen Sie und treffen Sie die Entscheidung ob Sie überhaupt Geschäftsbeziehungen mit Freunden eingehen möchten. Wenn ja, dann behandeln Sie diese wie jede anderen Kunden auch. Kommunizieren Sie Details und vor allem Kosten übersichtlich und stellen Sie Rückfragen. So sichern Sie sich ab ob auch alles an Information angekommen ist. Gutes Gelingen!

Und wenn es mal zu hochkocht, dann stehe ich Ihnen gerne als neutrale Dritte zur Verfügung. Treffen Sie sich zu einer vertraulichen Aussprache bei mir in Tullln. 

So kann ich Sie unterstützen! 

Geschäfte mit Freunden? 5 Tipps gegen ein Desaster!
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