Jeder, der schon mal selbst in einem Teamkonflikt involviert war, weiß wie kompliziert die Angelegenheit sein kann. Oft ist gar nicht mehr klar, warum eine schwierige Situation überhaupt entstanden ist. Darum ist es wohl umso unverständlicher, wie ich nun behaupten kann, dass ein Team nach 3 Stunden Konfliktklärungseinheiten wieder arbeitsfähig sein kann.

Teamkonflikt schnell lösen
5 vor 12? Dann heißt es schnell handeln!

 Welche Aufgabe hat die Führungskraft?

Die Führungskraft eines Teams muss von Anfang an mit an Bord sein und eine Lösung herbeiführen wollen. Ebenfalls entscheidend ist die mentale Einstellung zum Thema Konflikt. Dahingehend gilt es drei Grundannahmen zu teilen:

  1. Jeder hat eine eigene Wahrheit.
    Es wird so viele Wahrheiten geben wie Menschen beteiligt. Das ist nun mal Fakt und muss akzeptiert werden.
  2. Emotionalität verändert normale Situationen.
    Wenn die Gefühle hochkochen, dann erlebt man scheinbar normale Situationen nicht mehr als normal – und das ist – man glaubt es kaum: normal!
  3. Frustration ist keine Erlaubnis für Minderleistung. 
    Die Situation ist schwierig für Ihre Mitarbeiter, dennoch stellt das keine Erlaubnis dar die Arbeit zu verweigern oder Minderleistung zu bringen. Schließlich wird diese mit Geld entlohnt, unabhängig dessen mit welchen Gefühlen die Arbeit erfüllt wird. Klingt hart, ist aber Fakt in der Wirtschaft.

Der Rahmen für die schnelle Klärung muss ebenfalls geschaffen sein:

1. Die Führungskraft sorgt vor Beginn für Klarheit über Anlass und Ziele

2. Zeitdruck erleichtert die Konzentration auf das Wesentliche

3. Grundvertrauen zwischen Team und Führungskraft ist unverzichtbar

Zu guter Letzt schauen Sie gut auf Ihre eigenen Fähigkeiten, die im Teamkonflikt hilfreich sind. Die wichtigsten lauten:

  1. Unterlassen Sie jede Bewertung!
    Eine Situation ist wie sie ist, kein gut, besser oder schlechter.
  2. Lassen Sie Widersprüchliches zu! 
    Wie oben geschrieben – jeder hat seine eigene Wahrheit!
  3. Bleiben Sie entspannt!
    Schaffen Sie ein Vorbild zu sein und den Konflikt entspannt zu sehen? Es färbt auf Ihre Mitarbeiter ab!

Ziehen Sie klare Grenzen und geben Sie Rahmenbedingungen vor. Im Arbeitsumfeld treffen wir auf Gegebenheiten, die wir nicht ändern können, das ist normal. Diese sollten klar kommuniziert sein und vor der Arbeitssitzung müssen ebendiese benannt werden. Das österreichische Gesetz sieht bestimmte Regelungen vor, über diese kann auch nicht diskutiert werden.

Das Ziel muss klar sein!

Im Unterschied zu objektiven, messbaren Unternehmenszielen – sprich Zahlen, Daten und Fakten – spreche ich hier von subjektiven Zielen, die sich nicht in einer Zahl benennen lassen. Subjektive Ziele messen sich leichter in einem Unterschied zwischen IST und SOLL. Am besten formulieren Sie ein Ziel mit einer Beobachtung: „Ich bemerke, dass ihr euch kaum noch zu einem Jour Fix trefft um Informationen auszutauschen und sich gegenseitig zu informieren. Ich möchte, dass ihr wieder mehr miteinander redet und die Kommunikation dadurch verbessert!“ Somit wäre das „Miteinander reden“ (Wie auch immer das zukünftig aussieht, denn vielleicht ist das wöchentliche Jour Fix nicht die geeignete Form) das definierte Ziel. Optimal sind ca. 3-4 Ziele für die Arbeitssitzung. Gerade diese Ziele sind die wesentlichen Inhalte beim Teamkonflikt – da geht es um die Information zwischen den Zeilen.

Teamkonflikt lösen! Und wie läuft die Bearbeitung nun ab?

Nach einem ausführlichen Vorabtermin mit der Führungskraft, wo genau oben stehende Punkte zu klären sind und fest steht, dass die Führungskraft voll und ganz hinter der Art und Weise der Konfliktklärung steht, trifft sich das Team. Die optimale Teilnehmeranzahl ist 8, es können auch ein wenig mehr oder weniger Personen sein. Der Ablauf ist genau strukturiert und die Moderation hält sich an einen genauen Zeitplan, das ist wichtig für die weitere Vorgehensweise. Zeitdruck wird als wesentliche Ressource gesehen, dieser verhilft allen Teilnehmern sich auf das Wesentliche zu fokussieren. Nebenschauplätze werden nicht direkt bearbeitet. Dieser Umstand unterscheidet diese Methode auch wesentlich von der klassischen Mediation, wo jedes Thema behandelt wird.

Als Arbeitsmittel dienen Flipchart, Klebezettel und Stifte. Mehr ist nicht nötig. Nach einem genauen Ablaufplan werden nun die Ziele, Belastungen, Wünsche, Hürden und Lösungsangebote behandelt. Ganz wichtig dabei ist die schnelle Vorgehensweise und die Fokussierung auf die wichtigsten drei Punkte jeweils. Das Resultat ist ein Handlungsplan, wo der erste Schritt für alle transparent dargestellt ist. Nach ca. 2-3 Monaten folgt ein Follow-Up Termin um die Ergebnisse zu sichern.

VORABGESPRÄCH mit der FÜHRUNGSKRAFT –> TEAMSITZUNG (max. 3 Stunden) –> FOLLOW UP Termin nach ca. 2-3 Monaten

 

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