Wie du „Living Library“ als virtuelles Teambuilding einsetzen kannst!

Wie du „Living Library“ als virtuelles Teambuilding einsetzen kannst!

Du arbeitest mit deinem Team – bewusst oder notgedrungen durch Corona – auf Distanz. Was schnell klar wird: die persönlichen Beziehungen bedürfen besonderer Pflege, um den Team Spirit hoch zu halten. Gerade die Gefühle von Miteinander und Zusammenhalt haben großen Einfluss auf eure Produktivität und Arbeitsfähigkeit.

Darum zeige ich dir heute ein Format, das du in deinen virtuellen Teammeetings einsetzen kannst, um mehr Verbundenheit und Beziehung zu schaffen, sowie Wissenstransfer und Lerneffekte!

Was ist „Living Library“?

Das Format „Living Library“ (die lebendige Bibliothek) geht zurück auf eine dänische Jugendinitiative „Stop the Violence“. Die Initiative arbeitete aktiv gegen Gewalt und Vorurteile. Anlässlich eines Musikfestivals in Roskilde im Jahr 2000 erprobten sie das entwickelte Format zum ersten Mal.

Dabei stellten sich junge Menschen, die besondere Dinge erlebt haben (z.B. Gewalt in der Familie, Ausgrenzung, Diskriminierung) als „Bücher“ zur Verfügung. Diese konnten in der „Bibliothek“ (einem kleinen Stand am Festivalgelände) „entlehnt“ werden – sprich für ein persönliches, direktes Gespräch angefragt werden. Im Anschluss war es möglich in Dialog mit einem/einer der Freiwilligen zu gehen, seine/ihre Geschichte zu hören, Fragen zu stellen und mehr über ein bestimmtes Thema zu erfahren.

Wichtig waren gegenseitiger Respekt und wertschätzender Umgang miteinander. So fand Gedanken- und Interessensaustausch statt und das gegenseitige Verständnis stieg.

Wie du „Living Library“, die lebendige Bibliothek, im Unternehmenskontext nutzen kannst!

Das Format der lebendigen Bibliothek ist nahezu 1 : 1 in die virtuelle Welt übertragbar. Mittels Videokonferenz und sogenannter „Break Out Rooms“ kann eine größere Gruppe in Kleingruppen geteilt werden. Die Kleingruppen können dann jeweils einen Dialog in vertrauter Atmosphäre führen. Nur der Moderator darf die Räume der Kleingruppen jederzeit betreten.

Welchen Nutzen hat diese Form des Teambuildings?

  • Wissenstransfer und – austausch
  • Verbesserung des gegenseitigen Verständnisses
  • Stärkung gegenseitiges Vertrauen und Verbindung
  • Stärkung von beruflichen Beziehungen
  • Schaffung eines WIR bzw. Team Gefühls
  • Entfaltung von persönlichen Potentialen
  • Wertschätzung der Kompetenzen der Mitarbeiter
  • Lerneffekte
  • Überwindung von Konflikten und kulturellen Barrieren
  • Steigerung der Produktivität und Arbeitsfähigkeit

Wie es technisch funktionieren kann:

Die Führungskraft als Moderator überlegt sich Ziel und Anlass des Events „Living Library“. Für eine individuelle Konzeption des Formats an deine Erfordernisse, stehe ich jederzeit zur Verfügung! Denn es wäre schön, wenn das Event in den Unternehmenskonzept auch namentlich / inhaltlich eingebettet wird, um den größten Nutzen zu erzielen.

Bestimmte Mitarbeiter*innen werden zu „Büchern“. Je nach gewünschter Länge des Events müsste Anzahl und Dauer pro Buch kalkuliert werden.

Diejenigen, die nun Bücher sind, leben in Abstimmung mit dir Inhalte / Themen fest. Diese werden in eine „Leseliste“ (ein allgemein zugängliches Dokument) eingetragen. So können die späteren Besucher der Bibliothek (andere Teammitglieder) bereits vorab gustieren welche Themen behandelt werden.

Nun startet das Event per Videokonferenz. Du begrüßt die Teilnehmer und stellst die Bücher, die ausgeborgt werden können, vor.

Spielregeln festlegen:
– Wie lange kann ein Buch „gelesen“ werden?
– Wie viel Zeit steht gesamt zur Verfügung?
– Wertschätzender Umgang und gegenseitiger Respekt sind wichtig.

Die Einteilung wer zuerst welches Buch liest, sprich in Dialog mit wem geht (optimal wäre 1:1 oder Kleingruppe von max. 3 Personen), kann entweder schon im Vorfeld oder zu Beginn des Meetings per digitalem Handzeichen erfolgen.

Der Moderator teilt die Personen dann unterschiedlichen Breakout Rooms (Kleingruppenräumen) zu.

Dort erfolgt innerhalb der vereinbarten Zeitspanne der direkte Austausch. Es sollen Fragen gestellt werden um das Thema von unterschiedlichen Seiten zu beleuchten.

Nach einer Zeit x treffen sich wieder alle im allgemeinen, virtuellen Konferenzraum um eine neue Einteilung zu treffen. So kann jede Person ca. 2-3 Bücher pro Meeting lesen.

Wie die lebendige Bibliothek beenden?

Hier sind mehrere Szenarien denkbar. Du kannst zum Beispiel mit einer Feedbackrunde enden, wo jede Person ihr Key Take Away teilen kann. So bekommen alle Teilnehmer einen Überblick über die Erlebnisse der anderen.

Ebenso kannst du die persönlichen Erkenntnisse bei den jeweiligen Personen belassen und nur fragen welche Themen für eine weitere Runde interessant wären.

In jedem Fall empfehle ich in der Großgruppe zu enden um noch einmal alle „an einem virtuellen Tisch“ zu versammeln.

Mach dein Teamevent daraus!

Wähle einen Namen, der zu deinem Unternehmen passt. Wähle eine Zielvorstellung, die in deine Mitarbeiter Strategie passt: soll das Lernen, der Zuwachs an Vertrauen oder das gegenseitige Verständnis im Fokus stehen?

Bei Fragen stehe ich dir jederzeit gerne zur Verfügung.

Hier kannst du mich für individuelle Anfragen virtueller Teamevents erreichen: stefanie@loesungsorientiert.at

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