Wenn im Verein die Zusammenarbeit stockt.
Ob Lagerbildung im Vorstand, Streit um Vereinsgelder oder ein zäher Generationenkonflikt: Ich begleite ehrenamtlich geführte Vereine mit Mediation zurück in eine gute Zusammenarbeit – rechtlich fundiert und mit Verständnis für das, was Ehrenamt ausmacht.
§ 8 Vereinsgesetz verpflichtet jeden Verein zu einer Streitschlichtung. Ich zeige, wie daraus mehr wird als eine Formsache.
Ehrenamt lebt von Beziehungen – genau deshalb tun Konflikte hier besonders weh.
Sieben Situationen kehren in der Vereinspraxis immer wieder. Vielleicht erkennst du eine davon:
Beitragserhöhung oder Grundsatzentscheidung – und plötzlich fühlen sich Mitglieder übergangen, obwohl formal alles korrekt war.
Zwei Fraktionen, zwei Sichtweisen – und jede Sitzung wird zur Zerreißprobe für das ganze Team.
Die junge Generation will Neues, die langjährige Führung hält an Bewährtem fest – beide meinen es gut mit dem Verein.
Rücklagen, Investitionen, Auslagenersatz: Wo Ehrenamt auf knappe Mittel trifft, entstehen schnell Verteilungskonflikte.
Unklare Zuständigkeiten, ungleiche Belastung, das Gefühl „ich mache mehr als andere" – ein Klassiker mit viel Sprengkraft.
Ein knappes Ergebnis, ein umstrittener Beschluss – und danach ist die Stimmung im Verein monatelang angespannt.
Das muss nicht so bleiben.
Genau für diese Situationen bin ich da: lösungsorientiert, mit rechtlichem Hintergrundwissen zum Vereinsrecht und mit echter Erfahrung in der Vereinslandschaft.
Streitschlichtung ist in Österreich keine Kür, sondern gesetzliche Pflicht.
Jeder österreichische Verein muss laut Vereinsgesetz eine Schlichtungseinrichtung für Streitigkeiten aus dem Vereinsverhältnis vorsehen. Die wenigsten Statuten nutzen dafür bewusst die Mediation – dabei ist genau das oft die naheliegendste, menschlichste Lösung.
Eine Stichprobe unter den mitgliederstärksten österreichischen Vereinen zeigt: Die meisten regeln ihre Schlichtung als klassisches, formelles Schiedsgericht – Mediation kommt dabei so gut wie nie vor. Genau hier liegt für Vereine ungenutztes Potenzial: eine Streitschlichtung, die nicht nur Pflicht erfüllt, sondern Beziehungen stärkt.
Mediation, Schlichtungseinrichtung, Schiedsgericht – was ist der Unterschied?
Mediation
Eine allparteiliche Mediatorin unterstützt, entscheidet aber nicht. Die Lösung bleibt bei den Beteiligten – tragfähig, weil sie selbst erarbeitet wurde.
Schlichtungseinrichtung
Jeder Verein muss sie in den Statuten vorsehen. Wie sie arbeitet, ist frei gestaltbar – von formlos bis mediativ.
Schiedsgericht
Entscheidet endgültig wie ein Gericht. Sinnvoll, wenn eine klare Entscheidung nötig ist und keine Einigung mehr zu erwarten ist.
Ob akuter Konflikt oder vorausschauende Vereinsentwicklung – es gibt einen passenden Einstieg.
Egal, ob es bei euch gerade brennt oder ihr Strukturen schaffen wollt, bevor es kracht: Ich hole euch dort ab, wo ihr steht.
Mediation im Vereinskonflikt
Strukturierte Begleitung eines konkreten Konflikts – zwischen Vorstand und Mitgliedern, innerhalb des Vorstands oder zwischen Vereinsteilen.
- Klärung des rechtlichen Rahmens (§ 8 VerG)
- Vertrauliche Einzel- und Gruppengespräche
- Tragfähige, schriftliche Vereinbarung
Statuten mediativ gestalten
Workshop für Vorstand oder Vorstandsklausur: Die gesetzlich vorgeschriebene Schlichtungseinrichtung wird bewusst als mediatives Verfahren aufgesetzt.
- Statutenprüfung und Textvorschlag
- Klare Kriterien für Unbefangenheit
- Budget- und Prozessplanung
Konfliktkompetenz im Vorstand
Schulung in mediativer Gesprächsführung für Obleute und Vorstandsteams – damit viele Konflikte gar nicht erst eskalieren.
- Gesprächsregeln & Ich-Botschaften
- Frühwarnzeichen erkennen
- Auffrischung nach Vorstandswechsel
Konfliktberaterin, Wirtschaftsmediatorin – und selbst tief im Vereinsleben verwurzelt.
Ich bin DI (FH) Stefanie Jirgal, Konfliktberaterin und Wirtschaftsmediatorin mit über zehn Jahren Erfahrung. Als Landesleiterin der NÖ Pfadfinder und Pfadfinderinnen, ehemalige Volksschulelternvereinsobfrau und aktuelle Obfrau Stv. einer HAK, sowie Leiterin der Initiative Stadt des Miteinanders in Tulln kenne ich das Vereinsleben nicht nur von der Beraterinnenseite, sondern auch direkt als Mitglied.
Mein Ansatz: systemisch, pragmatisch, immer individuell – abseits dogmatischer Methoden. Es geht nie um „Harmonie um jeden Preis", sondern darum, den Verein wieder arbeits- und handlungsfähig zu machen.
Was Vorstände vor der ersten Anfrage wissen wollen
Ist Mediation für unseren Verein verpflichtend?
Nein. Verpflichtend ist laut § 8 Vereinsgesetz nur die Schlichtungseinrichtung an sich – wie diese arbeitet, legen eure Statuten fest. Mediation ist die naheliegendste, aber gesetzlich nicht vorgeschriebene Art, sie auszugestalten. Ihr könnt eine Mediation aber auch jederzeit freiwillig vereinbaren, unabhängig von der Schlichtungseinrichtung.
Wer trägt die Kosten?
In den meisten Fällen übernimmt der Verein die Kosten der Mediation. Das senkt die Hürde für alle Beteiligten und ist Teil der ersten Auftragsklärung, die wir gemeinsam vornehmen.
Wie läuft eine Mediation im Verein konkret ab?
Nach einem kurzen Informationsschreiben an alle Beteiligten folgen Einzelgespräche, danach gemeinsame Sitzungen zur Themen- und Interessenklärung, die Entwicklung von Lösungen und eine schriftliche Vereinbarung – meist innerhalb weniger Wochen.
Muss der ganze Vorstand teilnehmen?
Nein. Medianden sind immer nur die tatsächlich am Konflikt beteiligten Personen. Der Vorstand kann Auftraggeber sein, ohne selbst Konfliktpartei zu sein – diese Rollenklärung besprechen wir zu Beginn offen.
Was, wenn die Mediation keine Einigung bringt?
Auch dann bleibt sie nicht wirkungslos: Oft klärt sich zumindest ein Teil der Fragen. Führt kein Weg an einer verbindlichen Entscheidung vorbei, bleibt der Weg über ein Schiedsgericht nach §§ 577 ff ZPO oder – nach Ablauf der Sechsmonatsfrist der Schlichtungseinrichtung – der ordentliche Rechtsweg offen.
Arbeitest du auch mit Dachverbänden mit mehreren Landesorganisationen?
Ja. Über meine Tätigkeit als Wirtschaftsmediatorin kenne ich die besonderen Herausforderungen föderativ organisierter Vereine und Dachverbände aus erster Hand.
Lass uns über eure Situation sprechen.
Ein kostenfreies, unverbindliches Erstgespräch hilft, die Lage einzuschätzen und den passenden nächsten Schritt zu finden.
